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Mordsharz Festival am 15.09.2018 in Rammelsberg/Goslar

Mordsharz-Festival

Mordsharz die fünfte

Und was wäre Mordsharz ohne Probleme mit dem Auto oder der Strecke? Richtig, gar nichts. Demzufolge nahmen wir den Umweg von 18 Kilometern gleich auf dem Hinweg mit. Mitte in der Fahrt (kein Navi, weil ich kenne ja die Strecke nach Goslar) wurden wir auf der B64 bei Dannhausen von der Piste geleitet. Ganz plötzlich hieß es 60 und die zweite Spur war gesperrt. Ich witzelte noch „ach ne Baustelle, naja, fahren wir halt mal 60…“ dann kam hinter der Kurve die Vollsperrung.
Oh je, dachte ich und folgte den ersten gelben U Schildern. Folgte ihnen mit dem Wissen, dass wir gerade wieder in Richtung Bad Gandersheim zurückgeführt wurden, anstatt in Richtung A7 und Seesen. Na das fängt ja gut an, dachte ich und fand ich wenig später auf der L489 wieder und bei Altgandersheim. Da haben wir eine schöne Schleife gedreht.
Nun ja, wir folgten weiterhin den U Schildern und landeten dann schlussendlich im Landkreis Goslar – Juhu! – aber wir waren immer noch auf der falschen Seite der A7, jedoch wirkte die Gegend auf uns wie der Harz. Ein kleiner Vorgeschmack, bevor wir endlich Rhüden erreichten und der B82 folgend gen Goslar fuhren.
Der nächste „Schock“ kam dann beim Rammelsberg selber. Ich hatte meinen Mitfahrerinnen schön von dem direkt dort ansässigen Italiener erzählt. Durchgehend geöffnet stand im Internet. Wir fuhren vorbei zum Parkplatz und musste erkennen, dass alles dunkel war. Ab 17:30 Uhr geöffnet. Hm, dann wohl doch keine Pizza und anstatt dessen Kuchen im Casino Rammelsberg.
Ganz ehrlich? Pizza hätten wir zeitlich auch nicht mehr geschafft, denn als wir gegen 17:40 Uhr in den Lesesaal traten, war dieser schon zur Hälfte gefüllt. Sofort empfing und die wirklich tolle Umgebung der alten Schmiede und wir waren fasziniert von den alten und schweren Maschinen.


Simone Buchholz mit "Mexikoring"
Was habe ich aus der Lesung mitgenommen? Es geht um die Mhallamiye Clan-Familie (ich musste das gerade googeln, damit ich weiß, wie es geschrieben wird - das Buch liegt leider bei meiner Mama, sie hat das Vorrecht beim Lesen), es gibt natürlich eine Leiche und es ist ihr achter Fall. Sozusagen druckfrisch, da die Prämierenlesung erst ein paar Tage her ist.
Sie scheint packend, kurz und knackig zu schreiben und ein wenig politisch. Sie erzählte, dass sie kurz vor dem G20 Gipfel über die brennenden Autos in Hamburg geschrieben hatte, so als wenn sie es geahnt hätte.
Ihr Erzählen und Vorlesen gefiel uns und natürlich landete ein signiertes Exemplar von Mexikoring in unserer Einkaufstüte. Was mich begeistert hat, war ihr Engagement, welches sie in die Recherche für ihren Krimi und die Thematik Clan-Familien gesteckt hatte. Respekt.


Horst Eckert mit "Der Preis des Todes"
Auch dieser Autor hat schon ein paar Krimis veröffentlicht. Er schreibt hauptsächlich politische Krimis und kommt aus dem journalistischen Bereich. Deswegen geht es in seinem aktuellen Krimi auch um eine Journalistin. Das, was er aus dem Buch vorlas, lies einen neugierig machen und auch hier merkte man, dass Recherchieren sehr viel ausmacht. Wobei man heutzutage nicht unbedingt zu den Orten hinfahren müsse, sondern vieles im Internet fand. Natürlich musste man dort die Fake-News ausselektieren.
Mama nahm sein Buch Schwarz Licht (der erste Teil einer Krimireihe) mit und lies es sich signieren.


Klaus-Peter Wolf mit "Ostfriesen Fluch"
Muss ich zu diesem Autor – halt nein, er ist mehr ein Entertainer – noch etwas sagen? Ich glaube nicht. Es war meine zweite „Wolf“-Lesung und ich war begeistert. Er rockte die Bude und erzählte frei heraus. Nach einer für mich gefühlten sehr langen Zeit voller Geschichten und Musik hatte ich Angst, dass er gar nichts vorlesen würde, und blickte auf meine Uhr. Es war gerade mal eine halbe Stunde vergangen, doch es kam mir viel länger vor.
Dann las er eine Stelle aus Ostfriesen Fluch und ich kann nur sagen – HAMMER. Er erzählte im Anschluss, dass er diese Stelle 5 Mal lesen musste, bis sie korrekt für das Hörspiel eingespielt war. Die ersten drei Mal hätte er einen Lachkrampf bekommen und beim vierten Mal hätte der Tontechniker einen bekommen und die Lautstärkenregelung verrissen.
Ich konnte das sehr gut nachvollziehen, denn auch wir kamen aus dem Lachen nicht heraus. Noch auf dem Rückweg zum Auto (oha, ist das hier dunkel) hatte ich die Bilder der Szene genau vor Augen.
Natürlich durfte seine Frau Bettina Göschl (Gitarre und Gesang) nicht fehlen. Mit dabei "Komplize" Gunnar Peschke (ihm wurde zu Anfang von seiner Frau dezent die Haarbürste zum Richten seiner Haare gereicht) am Bass.
Da Mama als großer Fan von Klaus-Peter Wolf natürlich alle Bücher von ihm hat und vergessen hatte, eines davon mitzunehmen, gab es hier nur eine Autogrammkarte.


Zum Abschluss kann ich nur sagen: Mordsharz ist und bleibt immer wieder ein tolles Event und ich werde im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder zuhören. Wann und wo, ist noch nicht geklärt. Sollte es auf Goslar hinauslaufen, dann fahren noch um einiges eher los und planen ein Essen auf der Steinberg Alm. :-)