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Mordsharz Kultur-Festival am 15.09.2016 in Goslar / Wintersaal in der Kaiserpfalz

Mordsharz-Festival

Mordsharz die dritte – international

Wie schon die Jahre vorher überlegte ich spontan und nach Lokation an welchen Tag ich mit Papa zum Mordsharz Festival fahren werde. Spontan hieß dann, dass ich mich nicht entscheiden konnte! Freitag oder Samstag wäre gut – Freitag wäre im Rahmen des Kulturklint sogar kostenlos gewesen und am Samstag gab es Nachmittags/Abends 4 Lesungen am Stück.
Donnerstag? Die Lokation gefiel mir – der Wintersaal in der Goslarer Kaiserpfalz. Ich mag Goslar und alte Gemäuer ebenso. Aber unter der Woche? Naja, ich kann mir ja den Freitag Urlaub nehmen. Also entschied ich mich für den Donnerstag und erst später fiel mir auf, dass ich mir den Freitag danach doch keinen Urlaub nehmen konnte...
Ich ließ mich von den Autoren – und deren vorgestellten Büchern – überraschen und wurde überrascht. Schon vorab las ich, dass Dietmar Wunder (Synchronsprecher und Sprecher von Hörbüchern) mit dabei war – aber der Groschen fiel nicht! Erst bei der Vorstellung des ersten Autors.


James Carol mit „Prey – Deine Tage sind gezählt“
Ein schottischer Autor, den ich zuerst gar nicht verstand. Als er dann las, sprach er zwar Englisch (was ich auch verstanden hätte), aber so schnell, dass ich leider nicht mitkam. Dennoch war es interessant ihm zu lauschen und ein paar Details konnte ich herauserkennen.
Den nächsten Part übernahm dann Dietmar Wunder und ich muss sagen – was für eine Stimme! Und endlich verstand ich, worum es in dem Thriller ging. ;-)
James Carol las dann auch noch mal einen kürzeren Bereich und ich muss sagen, dass ich etwas mehr verstand und natürlich jetzt auch schon ungefähr ahnte, worum es ging. Dennoch war das Zuhören anstrengend.
Abschließend gab es eine allgemeinte Fragerunde und ich erfuhr, dass James Carol scheinbar eine ähnliche Schreibart hat wie ich – schreiben wir erst einmal und schauen wir, was so aus den Charakteren wird… Er erklärte, dass er teilweise sogar im Schreibprozess das Geschlecht seiner Charaktere abändert. Vor allem Namen seine für ihn ganz wichtig.


Links James Carol und rechts Dietmar Wunder


Eric Berg mit „Die Schattenbucht“
Ein Autor nahm Platz und es wurde ruhig. Schon nach den ersten paar Sätzen erkannte man, dass Herr Berg zwar Thriller schreibt, die Geschichten aber mit einem gewissen Humor spickte.
Später erklärte er, dass es ihm nicht um den Mord an sich ging, sondern eher um die Personen und deren Charaktere. Auch gibt es bei ihm in jedem Roman neue Figuren und keinen durchgängig vorhandenen Hauptkommissar/in. Die Anregungen hierzu bekäme er von realen Personen, welche er entweder selber kannte, oder die er z.B. beim Abendessen in einem Restaurant beobachtete. Dennoch verändere er die Personen so, dass sie sich nicht erkannten.
Und nein, auch wenn seine Bücher an der Ostsee spielen, es sind keine Regionalkrimis. Davon distanzierte Herr Berg sich eindeutig. Für ihm steht im Vordergrund das Gefühl einer Gegend einzufangen und dem Leser nahe zu bringen und nicht eine genaue Beschreibung der Gegend mit alle Bäumen, Bänken und Papierkörben. ;-)


Anna Grue mit „Das falsche Gesicht“
Eine Autorin! und Dietmar Wunder. ;-) Anna Grue stammt nämlich aus Dänemark und demzufolge spricht sie Dänisch …und las auch auf Dänisch! Wow, das klingt schon irgendwie interessant, aber ich kein Wort verstanden. Dennoch hatte ihre Stimme etwas Faszinierendes.
Den weiteren Part übernahm dann wieder Dietmar Wunder und sogleich wurde der Mord auf ziemlich brutale Art mit Hilfe eines Bügeleisens und eines Hammers verübt. Später erklärte Frau Grue, dass nicht alle ihre Thriller so brutal sind.
Bei ihr gibt es wieder einen Hauptcharakter, welcher in mehrere Bücher vorhanden ist und dessen Geschichte genauer beschrieben wird.


Fazit:
Ein wirklich sehr gelungener Abend im Wintersaal. Gemütliche Atmosphäre, leckeres Catering und drei Bücher (natürlich signiert) und ein Hörbuch mitgenommen. Ein wenig schade fand ich es, dass bei der ersten Lesung (James Carol / Dietmar Wunder) um 18:00 Uhr noch relativ wenig Publikum da war. Unter der Woche müssen leider viele bis 18:00 Uhr arbeiten und schafften es somit erst zur zweiten & dritten Lesung.
Da mein Vater und ich früh genug losgefahren waren, gab es vor den Lesungen noch auf dem Goslarer Marktplatz bei herrlichem Sonnenschein ein leckeres Spaghetti Eis mit Schokolade, Schokoladensauce und Nüssen. Sehr zu empfehlen.