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Mordsharz Kultur-Festival am 20.09.14 in Goslar / Rammelsberg

Mordsharz-Festival

Von meinem lieben Papa (er hatte 2 Tageskarten bei einem Kreuzworträtsel gewonnen) wurde ich zum Kultur-Festival Mordsharz am 20.09.2014 in Goslar / Rammelsberg eingeladen. Die Unknown 2014 auf der Zeche Zollverein noch im Hinterkopf erkundigte ich mich vorher schon mal, was das für eine Lokation war. Aha, ebenfalls ein altes Bergwerk und Weltkulturerbe. Dort fand also in der alten Schmiede eine Krimi-Lesung statt - ich war begeistert!
Pünktlich auf die Minute - okay, vielleicht 2 Minuten zu spät, Papa musste noch parken - trafen wir ein und die Tür war noch offen. Organisatorisches ;-) Jedenfalls startete man dann mit 10 Minuten Verspätung mit dem ersten Autor:


Stefan Holtkötter mit Todeskabinett

Nach den üblichen Erklärungen zur Person und Hintergrund der Reihe, die in Berlin spielt, ging es mit dem ersten Teilbereich los. Zwischendurch wurde immer wieder gut der notwendige Hintergrund erklärt und dann ein weiteres Stück vorgelesen. Die Mischung hat mir gut gefallen und es wurde auch nicht zu viel verraten.
Wie das Buch dann wirklich ist, werde ich noch herausfinden, denn nach der Lesung wurde eins gekauft und natürlich auch signiert. Dieses Exemplar allerdings für Mama. :-)


Dann kam eine relativ lange Pause, in der wir die Möglichkeit nutzten, etwas zu trinken und die Räumlichkeiten näher zu begutachten. Die Atmosphäre war sehr gut gewählt für eine Krimi-Lesung, da die gesamten alten Geräte der Schmiede noch vollständig vorhanden waren und es sah so aus, als wenn alles noch in Funktion war.
Dann ging es mit dem nächsten Autor weiter:


Anderas Gruber mit Herzgrab

Den weiten Weg von Wien nahm Herr Gruber in Kauf, um in Goslar zu Lesen. Wie es sich herausstellte, hat es ihm in Goslar selber wohl sehr gut gefallen und er deutete an, dass es gut möglich wäre, dass Goslar irgendwann einmal in einem seiner nächsten Bücher auftaucht. Seine Erzählstimme war ein wenig anstrengend, da er nicht auf Hochdeutsch sprach und ich ahnte schon, dass es eine anstrengende Lesung werden würde, doch wie sich dann herausstellte, las er im perfekten Hochdeutsch, sehr gut beton und sehr angenehm. Besonders seine Mühen bei den unterschiedlichen Characteren ließen diese für mich noch lebendiger wirken. Die ausgesuchten Stellen waren perfekt und ließen einen mit dem Gefühl zurück, dass man unbedingt wissen will, wie es jetzt weitergeht.
Nach einer kurzen Pause gab Herr Gruber dann eine Kurzgeschichte preis und hier wurde es dann sehr frivol und sogleich witzig. Hat mir sehr gut gefallen, denn auch hier fand ich das Lesen an sich vom Autor passend und gut betont.
Es war für mich die bisher beste Lesung, der ich zuhören durfte und natürlich durfte auch hier ein signiertes Exemplar in meine Tasche hüpfen.


Die nächste Pause war eher kurz gehalten und so fiel ein Besuch von dem auf dem Gelände gelegenen CafÉ aus. Dafür beobachteten wir die hereinströhmenden Massen (Ja, manche kamen wirklich nur für den letzten Autor) und ich wunderte mich etwas. Sollte es hier am Ende so einen Star geben? Konnte er die zweite Lesung noch toppen? Ich war gespannt und beobachtete, wie die Atmosphäre noch gemütlicher gemacht wurde. Zusätzlich zu den verschiedenen bunten Scheinwerfern wurde ein gemütliches Holzfeuer im alten Schmiedeofen entfacht.
Wenig später knackte das Holz, so dass ich mich besorgt fragte, ob nicht die Figur aus der vorher gehörte Kurzgeschichte unter uns weilte und um sich schoss... Es war perfekt passend zu einer Krimi-Lesung! :-)

Der letzte Autor betrat die Bühne:


Marc Elsberg mit Zero

Er stellte sich und sein Buch vor und bezog sich oft auf das mir leider noch unbekannte Erstlingswerk Blackout, doch das war unbedeutend, denn die beiden Bücher hingen nicht zusammen. Allerdings fragte ich mich zurecht, warum auf dem Cover "Roman" stand. Befanden wir uns nicht auf einer Krimi-Lesung? Okay, warten wir auf die erste Leiche oder ähnliches. Doch zuerst erhielten wir einen Vortag im Bezug auf die heute schon agierenden Datensammler und -verwerte. Nun ja, mir als Datenschutzbeauftragte sind diese Themen bekannt. Liest er jetzt endlich etwas?
JA, er liest! :-) Hm, das Thema klingt spannend, keine Frage und die Geschichte interessiert mich, doch ein Krimi ist es nicht und von daher muss ich leider sagen, dass die Lesung hier am falschen Ort ist. :-( Schade, aber hören wir weiter zu, der nächste Vortrag über die unmittelbare Kontrolle der Maschinen hat begonnen. Was gibt es heute und was gibt es in Zero - ich merke, dass es da zwar noch Unterschiede gibt, doch wir nähern uns immer mehr dem gläsernen Menschen. Sei es nun die Datenbrille von Google - um so eine Brille geht es am Anfang von Zero - oder das selbstfahrenden Auto, was ja auch demnächst getestet werden soll.
Es wechselten sich immer kurze Lesestellen mit langatmigen Erzählungen ab und ich fragte mich, wann Herr Elsberg ein Ende fand. Schlimm, oder? Nein, ich finde eine Lesung sollte 90 Minuten nicht überschreiten, auch wenn das Thema noch so interessant ist. Jedenfalls fand ich die erzählten Stellen im Verhältnis zu den gelesenen Stellen aus seinem Buch Zero einfach zu lang. Und als ich dachte, jetzt kommt er zum Schluss, las er noch eine Stelle und redete danach wieder.
Uff, nach 2 Stunden war er dann doch wirklich fertig. Noch dazu muss ich sagen, dass ich meine Jacke dummerweise im Auto liegengelassen hatte und von daher war mir etwas kalt geworden und es zog in der alten Schmiede. Ich will hier nichts schlechtreden und das Buch hopste natürlich auch signiert in mein Täschschen, aber beim nächsten Mal bitte mehr Lesen aus dem Buch und weniger Monologe über die aktuelle oder fiktive Technik führen. ;-)


Abschlussworte? Es war eine sehr gute Veranstaltung und ich will sie im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder besuchen! Hat mir sehr gut gefallen und die Organisation war top! Das man auf dem Gelände selber keine Werbung machen darf, kannte ich ja schon aus Essen, von daher war ich nicht verwundert, dass ich keine Hinweisplakate fand - außer auf einem der Autos. ;-)
So fuhren wir dann ganz gemütlich kurz nach 22:00 Uhr und mit 3 neuen Büchern wieder nach Hause und erreichten dieses erst kurz vor 00:30 Uhr. Hmmm Goslar - Einbeck, wie lange braucht man noch mal? Ach ja, einmal Tanken dauert ja jetzt 45 Minuten und da war genug Zeit für einen Burger... :-)