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Mordsharz Kultur-Festival am 18.09.15 in Bad Lauterberg / Königshütte

Mordsharz-Festival

Am Freitag, 19.09.2015 begaben wir uns nach Bad Lauterberg und mussten auf dem Hinweg feststellen, dass wir ein Opfer der Technik wurden. Na da fing der Abend ja mörderisch gut an... Das Display im Auto hing und dummerweise wurde darüber auch das Navi gesteuert. Nun ja, Handy gezückt und fleißig übers Handy navigiert.
Bad Lauterberg war schnell gefunden, doch wo führte unser Navi uns dort lang? Enge Brücke über einen kleinen Bach, Rechtskurve, scharfe Linkskurve mit Kehrtwende und dann? Gegenverkehr! Okay, passt. Moment, da sollen wir herunter? Sind wir hier richtig? Es war alles sehr eng und die Straße schon lange nicht mehr befestigt. Noch dazu war dort ein Durchfahrt Verboten Schild! Ach ne, da steht ja drunter, dass Besucher der Königshütte durchfahren dürfen. Dennoch hatten wir wohl den Hintereingang erwischt.
Königshütte. Als mir die Entscheidung übertragen wurde, Ort und Datum unseres Besuchs auszuwählen, hatte ich die Qual der Wahl zwischen Bad Lauterberg, Wernigerode und Goslar. Königshütte, Remise oder Wintersaal. Königshütte? Ich musste googlen und schon nach den ersten paar Bildern war mir klar, dass die Königshütte ganz bestimmt eine super Lokation für eine Krimilesung war!
Wir wurden mordsmäßig nett empfangen und erhielten vorerst eine Packung Tücher gegen den Angstschweiß.

Was wurde uns hier noch geboten? Ach ja, nachdem die Plätze gesichert waren, inspizierten wir die unendlich vielen Maschinen, die hier herumstanden. Wir sollten in den Pausen erfahren, dass sie fast alle noch funktional waren. Beeindruckend.
Dann aber schlug der erste „Gong“ (noch nie zuvor hatte ich einen menschlichen Gong erlebt) und läutete somit den Beginn eines wundervollen Abends ein. Denn gemäß der Regelung in einem Theater, begann die Vorstellung nach dem 3. Gong. Moment, der ward dann doch fast vergessen...


1. Autor: Roland Lange mit „Der letzte Sprung“

Ein Harzkrimi, welcher sich hauptsächlich um das jährlich stattfindende Reitturnier in Nörten-Hardenberg dreht und der 5. Fall von Ingo Behrend.
Gleich zu Anfang wurde mit Musik begonnen und so ging es auch weiter. Immer wieder wurden von Frank Bode – passend zu den gewählten Szenen – Melodien auf der Gitarre gezupft und dazu gesunden. Man merkte schnell, dass Autor und Musiker ein eingespieltes Team waren. Sogar einen Dialog las man gemeinsam, was ich für mich als eine sehr interessante und gut gelungene Art der Lesung halte.
Man bekam einen sehr guten Einblick in das Buch und es machte natürlich neugierig. Keine Frage, dieses Buch wanderte signiert in den Einkaufsbeutel.

2. Autorin: Eva Almstädt mit „Ostseefeuer“

Gedanklich reisen wir zur Ostsee, in einem schleswig-holsteinischen Dorf wird der Pfarrer ermordet in der Sakristei aufgefunden und der Kommissarin Pia Korritki vom Lübecker K1 obliegt es nun, ihren 10. Fall zu lösen.
Frau Almstädt kam sehr sympathisch rüber und die gewählten Szenen lassen auf einen spannenden Krimi schließen. Auch dieser Krimi wanderte in unsere Tasche und wurde signiert.

3. Autor: Klaus-Peter Wolf mit „Ostfriesenwut“

Von der Ostsee ging es nach Ostfriesland und zu Klaus-Peter Wolf. Ich muss gestehen, als ich ihn zuerst von hinten gesehen habe, fragte ich mich „Was ist das für einer?“. Dann schloss ich aus der Traube um ihn herum, dass dieses der nächste Autor war. Ich wartete gespannt auf das, was uns als nächstes geboten wurde.

Von der Ansage her hatte ich schon erfahren, dass es wieder eine musikalische Begleitung (Bettina Göschl) gab. Für mich eine sehr schöne Art der Gestaltung einer Lesung. Als dann Klaus-Peter Wolf anfing und frei von der Leber redete, merkte ich schnell, dass hier eine wirklich interessante Persönlichkeit die Bühne betreten hatte. Keine Frage, man erfuhr schnell, dass er ein „alter Hase“ war und sich seine Krimireihe mit viel Liebe und ordentlicher Realität aufgebaut hat. Das ging sogar so weit, dass seine nachgeahmte Figur im realen Leben sein neues Auto farblich ändern lies, damit es zu seiner „literarischen Figur“ passte.
Klasse, diesem Autor konnte man stundenlang zuhören und ich merkte nicht, wie die Zeit verging. Auch hier passten sich die von Bettina Göschl komponierten Lieder hervorragen in die gelesenen Szenen ein und ergaben eine abgerundete Lesung. Und, was ich wirklich beeindruckend fand, er schreibt alle seine Krimis per Hand in eine Kladde, welche er immer dabei hat. Respekt!

Ostfriesenwut ist der 9. Fall der Hauptkommissarin Ann Kathrin Klaasen und es scheint sie dieses Mal fast an ihr Ende zu treiben. Die gelesenen Szenen waren spannend und fast schon meisterhaft vorgetragen. Kein Wunder, dass Herr Wolf seine Hörbücher selber liest. Auf jeden Fall hüpfte dieser Krimi ebenfalls in unsere Tasche. Natürlich signiert!


Abschließende Worte? Nachdem wir schon bei der ersten Lesung erfahren hatten, dass man heutzutage durchaus einen Virus in die Bordelektronik eines Autos schleusen kann, schauten wir etwas skeptisch auf das immer noch hängende Display vom Wagen... Ja, es hing auch den gesamten Rückweg über und somit mussten wir auf Popoheizung und Klima verzichten. Kurzzeitiges Lüften (brrrrr ist das kalt draußen!) half gegen das Beschlagen der Fensterscheiben.
Es war auf jeden Fall eine durch und durch gelungene Veranstaltung und man kann dem Orga-Team nur applaudieren! Für das leibliche Wohl ward gesorgt (es gab ein Ostfriesen-Büffet) und Getränke gab es auch in ausreichender Form. Gegen die Kälte in der Königshütte hatte ich vorsorglich (dank ausreichenden Hinweisen vorweg) eine Kuscheldecke mitgenommen und meine warme Jacke angezogen.

Ich kann nur sagen: Mordsharz 2016 --> ich komme!

... ich werde noch Bilder von den Büchern nachliefern, die sind aber gerade noch nicht fotografisch erfasst... :-(